Empfehlungen im Umgang mit Alkohol
(Quelle: Krebsprävention in Deutschland, Deutsche Krebsgesellschaft e.V. 2006)
Jeder Mensch hat ein eigenes spezifisches Risikoprofil im Umgang mit Alkohol. Liegen keine grundsätzlichen Erkrankungen oder andere Risikofaktoren vor, so gelten folgende Empfehlungen:
-
Die tolerable obere Alkoholzufuhr liegt für die erwachsene Frau bei 10g pro Tag , für den erwachsenen Mann bei 20g pro Tag.
-
Der Getränketyp spielt bezüglich der alkoholischen Nebenwirkungen keine entscheidende Rolle.
-
Junge Erwachsene und insbesondere Jugendliche sollten ihren Alkoholkonsum maximal reduzieren.
-
Bei älteren Personen nimmt zwar die protektive Wirkung bezüglich Herz-Kreislauferkrankungen zu, es sollte aber verstärkt das individuelle Risikoprofil berücksichtigt werden.
-
Wird Alkohol getrunken, sollte dieser langsam und bevorzugt zu den Mahlzeiten getrunken werden.
-
Alkoholkarenz an mindestens zwei Tagen in der Woche ist sinnvoll.
-
Alkohol ist kein Koronartherapeutikum. Es gibt keinen Grund, abstinente Personen zum Alkoholkonsum wegen einer protektiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-Risiko zu bewegen, zur Reduktion des Koronarrrisikos stehen andere Möglichkeiten im Vordergrund.
-
Alkohol sollte in folgenden Situationen komplett vermieden werden:
-
in der Schwangerschaft, zur Vermeidung des fetalen Alkohol-syndroms, sowie fetaler Alkoholeffekt
-
während des Stillens, zur Vermeidung der Exposition des Kindes gegenüber Alkohol (auf Gefahr des akuten Kindstodes)
-
bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten
-
bei chronischen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, des Pankreas und der Leber ( insbesondere Hepatitis B), des Herzmuskels (Kardiomyopathie, schwere Rhythmusstörungen), des zentralen und des peripheren Nervensytems bei psychiatrischen Erkrankungen (Depression, Psychosen), bei Stoffwechselerkrankungen wie Gicht.
|
|