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Empfehlungen im Umgang mit Alkohol

(Quelle: Krebsprävention in Deutschland, Deutsche Krebsgesellschaft e.V. 2006)

Jeder Mensch hat ein eigenes spezifisches Risikoprofil im Umgang mit Alkohol. Liegen keine grundsätzlichen Erkrankungen oder andere Risikofaktoren vor, so gelten folgende Empfehlungen:

  1. Die tolerable obere Alkoholzufuhr liegt für die erwachsene Frau bei 10g pro Tag , für den erwachsenen Mann bei 20g pro Tag.
  2. Der Getränketyp spielt bezüglich der alkoholischen Nebenwirkungen keine entscheidende Rolle.
  3. Junge Erwachsene und insbesondere Jugendliche sollten ihren Alkoholkonsum maximal reduzieren.
  4. Bei älteren Personen nimmt zwar die protektive Wirkung bezüglich Herz-Kreislauferkrankungen zu, es sollte aber verstärkt das individuelle Risikoprofil berücksichtigt werden.
  5. Wird Alkohol getrunken, sollte dieser langsam und bevorzugt zu den Mahlzeiten getrunken werden.
  6. Alkoholkarenz an mindestens zwei Tagen in der Woche ist sinnvoll.
  7. Alkohol ist kein Koronartherapeutikum. Es gibt keinen Grund, abstinente Personen zum Alkoholkonsum wegen einer protektiven Wirkung auf das Herz-Kreislauf-Risiko zu bewegen, zur Reduktion des Koronarrrisikos stehen andere Möglichkeiten im Vordergrund.
  8. Alkohol sollte in folgenden Situationen komplett vermieden werden:

  1. in der Schwangerschaft, zur Vermeidung des fetalen  Alkohol-syndroms, sowie  fetaler Alkoholeffekt
  2. während des Stillens, zur Vermeidung der Exposition des  Kindes gegenüber Alkohol (auf Gefahr des akuten Kindstodes)
  3. bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten
  4. bei chronischen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, des Pankreas und der Leber ( insbesondere Hepatitis B), des Herzmuskels (Kardiomyopathie, schwere Rhythmusstörungen), des zentralen und des peripheren Nervensytems bei psychiatrischen Erkrankungen (Depression, Psychosen), bei Stoffwechselerkrankungen wie Gicht.


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